Die Krankenhaus-Fachabteilung der Inselklinik Heringsdorf / Haus Kulm 
VORGESTELLT VON EINER EHEMALIGEN PATIENTIN FÜR PATIENTEN

Keine Angst

Vielleicht lächeln Sie jetzt ein bisschen, weil Sie nicht nachvollziehen können, warum hier von Angst gesprochen wird. Vielleicht aber geht es Ihnen auch so, wie es mir damals ging: Ich setzte große Hoffnung in diesen Klinikaufenthalt, aber ich hatte Angst vor dem Unbekannten. Und ich fühlte mich seit meinem Zusammenbruch nicht mehr in der Lage, mit Menschen zu kommunizieren: Depressionen, Weinkrämpfe, schwarze Gedanken, völlige Kraftlosigkeit, Leere, ... 
Nur schwach erinnere ich mich an die ersten Wochen in der Klinik. Ich fühlte mich wie unter einer gläsernen Glocke, durch die ich nur ein wenig von dem wahrnahm, was um mich herum geschah. So manche Erfahrung jedoch erleichterte mich und ich will sie gern weitergeben:

  • Man muss in der Klinik nicht funktionieren wie ein Uhrwerk. Hier darf man schwach sein!
  • Das Klinikpersonal ist sehr, sehr freundlich und hilfsbereit!
  • Die meisten Patienten (es gibt in der Inselklinik auch die Kurabteilung) können gut damit umgehen, wenn man kein "Friede-Freude-Eierkuchen-Gesicht" aufsetzen will, weil es einem schlecht geht. Man wird in Ruhe gelassen, wenn man in Ruhe gelassen werden will. Und man findet aufgeschlossene Gesprächspartner, wenn man kommunizieren will. In der Klinik muss man nicht so tun, als sei die Welt für einen in Ordnung, wenn sie es nicht ist. Man darf traurig, depressiv, frustriert, wütend, ... sein.

Inzwischen war ich schon sehr oft in der Inselklinik, deshalb kann ich nun auch ganz gut darüber berichten, wie die Aufnahme in der Klinik erfolgt, wenn man dann endlich mit dem Zug oder dem Auto angereist ist.



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